Depressionen an der Sprache erkennen

Depressionen sind kein Tabuthema mehr, fast täglich sind Berichte darüber in den Medien zu finden.

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Anne81
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Depressionen an der Sprache erkennen

Beitrag von Anne81 » Mi 25. Jul 2018, 09:10

Sehr spannend.

https://krautreporter.de/2456-depressiv ... Q%3D%3D%0A
Dabei ging es um „absolutistische Wörter“, die für Schwarz-Weiß-Denken typisch sind. Dabei zeigte sich: Wörter, die absolute Größen oder Wahrscheinlichkeiten wie immer, nichts oder komplett vermitteln, haben sich als bessere Marker für psychische Gesundheitsforen herausgestellt als Pronomen oder Wörter für negative Emotionen. [...] Im Vergleich zu 19 verschiedenen Kontrollforen (zum Beispiel Mumsnet und StudentRoom) ist die Häufigkeit absolutistischer Wörter in Angst- und Depressionsforen um etwa 50 Prozent und in Selbstmordgedankenforen um rund 80 Prozent höher.[...] Unsere Forschung umfasste auch Foren, in denen Mitglieder, die sich von einer depressiven Episode erholt haben, positive und ermutigende Beiträge über ihre Genesung schreiben. Hier fanden wir heraus, dass negative Emotionswörter in vergleichbarer Menge verwendet wurden wie in Kontrollforen. Dagegen nahmen Wörter, die positive Emotionen ausdrücken, um etwa 70 Prozent zu. Dennoch blieb die Häufigkeit absolutistischer Wörter deutlich höher als bei den Kontrollen, aber etwas niedriger als in Angst- und Depressionsforen.
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Gott der Herr hat sie gezählet,
dass ihm auch nicht eines fehlet,
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Re: Depressionen an der Sprache erkennen

Beitrag von Claire » Mi 25. Jul 2018, 10:27

Ich bezweifle ja, dass das Wort "absolutistisch" in diesem Zusammenhang zu verwenden ist...
Es ist nicht einfach, das Glück in sich selbst zu finden, aber unmöglich, es anderswo zu finden – Agnes Repplier

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Anne81
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Re: Depressionen an der Sprache erkennen

Beitrag von Anne81 » Mi 25. Jul 2018, 19:49

Ich auch. Aber spannend fand ich's doch und will da in Zukunft mehr auf meine Gedanken achten.
Gott der Herr hat sie gezählet,
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